
So schützt du dich beim Teilen von Fotos im Internet
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Die meisten Smartphones und Digitalkameras speichern EXIF-Daten im aufgenommenen Bild. Diese Daten enthalten viele Angaben zur Aufnahme, darunter Standort, Kameramarke, Kameraeinstellungen usw. Meist sind diese Angaben hilfreich, besonders für Fotografie-Einsteiger, die besser fotografieren lernen möchten.
Wenn du Bilder in sozialen Medien teilst, sollten bestimmte EXIF-Daten wie Geotags jedoch privat bleiben. Strafverfolgungsbehörden können Metadaten für Ermittlungen nutzen, und Big-Data-Analyseunternehmen können damit das Kundenverhalten auswerten. Genauso wie Datenanalyseunternehmen und Behörden können auch Kriminelle diese Daten nutzen, um dich im Internet zu verfolgen. Besonders problematisch: Die Standortkoordinaten können Kriminellen verraten, wo du wohnst oder dein Geschäft betreibst.
Forschende der Stanford University haben gezeigt, wie leicht sich sensible persönliche Informationen aus Metadaten gewinnen lassen, die auf Onlineplattformen gesammelt werden. Sie fanden heraus, dass sich daraus unter anderem der Standort, die Religion, der Gesundheitszustand und weitere persönliche Merkmale ableiten lassen.
In Zeiten der Informationsflut teilen wir einen großen Teil unseres Lebens online. Von Gedanken und Meinungen bis hin zu Fotos, Texten, E-Mails und vielem mehr. Wenn du dabei jedes Mal ein Foto mit Geotag hochlädst, kannst du dich in Schwierigkeiten bringen.
So gefährlich kann das werden.
1. Du verkaufst Produkte online
Nicht alle haben böse Absichten. Doch einige können mithilfe des Geotags genau herausfinden, wo dein Geschäft liegt, und einen Überfall planen.
2. Online-Dating-Apps
Auf Online-Dating-Plattformen kannst du netten Menschen begegnen, aber auch böse Überraschungen erleben. Du weißt nie, was dich erwartet. Ein Selfie aus deinem Schlafzimmer oder ein WhatsApp-Bild an jemanden, der dich „besser kennenlernen“ möchte, kann ungeahnte Folgen haben. Geh lieber auf Nummer sicher und halte deinen Namen, Standort und deine Kontaktdaten privat. Sonst weiß ein Stalker, wo er dich findet – ob du das möchtest oder nicht.
3. Du bist im Urlaub
Es macht Spaß, deinen Followern auf Instagram Urlaubsfotos von den Bahamas zu zeigen. Deine Instagram-Fotokarte bestätigt allerdings auch, dass du Tausende Kilometer entfernt bist. Die perfekte Gelegenheit für einen deiner Follower, bei dir zu Hause vorbeizuschauen.
4. Du besitzt Wertsachen
Du hast Fotos von deinem Zuhause gepostet, auf denen dein nagelneues Auto, deine Einrichtung oder dein Schmuck zu sehen sind. Viele Kriminelle durchforsten soziale Medien.
Derzeit entfernen Facebook, Twitter, Instagram und Pinterest Geotags aus Fotos. Sie zeigen aber eine Karte mit den Fotos an, die du mit einem Standort versehen hast. (Gehe zu deinem Profil und klicke auf Orte.) Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, dass 70 Fotos mit derselben Ortsmarkierung verraten, wo du deine wertvollsten Besitztümer aufbewahrst.
Wie entfernst du Geotags aus Fotos?
Auf Android-Smartphones:
- Öffne die Kamera-App.
- Tippe auf das Einstellungssymbol.
- Scrolle nach unten zu Standort/GPS-Tag und schalte die Option AUS.
Auf iPhones:
- Tippe auf dem Home-Bildschirm auf das Einstellungssymbol.
- Scrolle nach unten zu Datenschutz und tippe auf Ortungsdienste.
- Öffne den Eintrag Kamera. Unter Standortzugriff erlauben wählst du NIE.
So entfernst du Geotags aus bereits aufgenommenen Fotos
Klicke auf deinem PC mit der rechten Maustaste auf das Bild und wähle Eigenschaften > Details. Klicke auf Eigenschaften und persönliche Informationen entfernen und drücke OK.
Mit Filestar geht es schneller: Du musst das Foto nur in die Filestar-App laden und Exif entfernen. Alternativ kannst du Exif verschlüsseln, um unbefugten Zugriff auf persönliche Informationen zu verhindern.
Es ist schon genug von unserem Leben online. Wir müssen unsere Fotos nicht zusätzlich mit Geotags, Standorten und Datumsangaben versehen. Du brauchst aber auch nicht übervorsichtig zu werden und sämtliche Ortungsdienste in Apps auszuschalten. Deaktiviere nur die, die du nicht brauchst. Als Faustregel gilt: „Im Zweifel lieber entfernen.“
