
So vermeidest du Urheberrechtsverletzungen
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Wir wissen, dass nicht jeder Social-Media-Influencer, Blogger oder Online-Marketer ein talentierter Fotograf ist. Stockbilder sind eine einfache Möglichkeit, Bilder für deine Marke zu finden. Was du dabei sicher vermeiden möchtest, sind überraschende und kostspielige rechtliche Schritte wegen einer Urheberrechtsverletzung. Für viele Unternehmen ist das Urheberrecht kompliziert und schwer verständlich. Wir möchten dir helfen, dein Unternehmen im Rahmen des Urheberrechts zu führen und Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden.
Was ist Urheberrechtsschutz?
Das Urheberrecht © ist ein Recht am geistigen Eigentum, das jede Originalschöpfung schützt. Es gibt dem Rechteinhaber das ausschließliche Recht, festzulegen, wie, wann und wer sein Werk kopieren, ausstellen oder verbreiten darf.
Der Urheberrechtsschutz umfasst Gemälde, Fotografien, Filme, Musik, Choreografien, Skulpturen, literarische Werke, Tonaufnahmen, Architekturzeichnungen und andere kreative Inhalte. Urheberrechte © gelten während der gesamten Lebenszeit des Urhebers und noch 70 Jahre danach. Wichtig ist jedoch, dass sich dieser Schutz nicht auf Fakten und Ideen erstreckt.
Das Urheberrecht unterscheidet sich von anderen Formen des geistigen Eigentums, etwa Patenten, Marken, gewerblichen Designs, Geschäftsgeheimnissen, Pflanzensorten und der geschützten Aufmachung von Produkten.
Urheberrechtsverletzung
Die Verletzung des geistigen Eigentums eines Kreativschaffenden wird als Urheberrechtsverletzung bezeichnet. Du kannst sie als Diebstahl oder unerlaubte Vervielfältigung der Originalinhalte einer anderen Person betrachten. Das gilt besonders dann, wenn jemand anderes von dem Material profitiert und nicht der Urheber.
Trotzdem kannst du unter bestimmten Bedingungen das Werk einer anderen Person kopieren und verbreiten, ohne das Urheberrecht zu verletzen. Deshalb ist es wichtig, das Urheberrecht, die damit verbundenen Rechte und seine Grenzen zu verstehen. So kannst du dich vor rechtlichen Verfahren schützen.
Als Urheber ist dein Werk nicht weniger geschützt, wenn es kein Copyright-Symbol © oder keinen entsprechenden Hinweis trägt. Du musst dein Werk auch nicht bei einer Urheberrechtsbehörde registrieren, um Urheberrechtsschutz zu erhalten. Veröffentlichte und unveröffentlichte Werke sind durch dieselben Urheberrechtsgesetze geschützt.
Der Urheberrechtsschutz soll Kreativschaffende vor allem dazu ermutigen, ihre eigenen Werke zu teilen. Er soll sicherstellen, dass sie für ihre Arbeit Anerkennung erhalten und finanziell davon profitieren. So teilen sie ihre Werke weiterhin mit der Öffentlichkeit und bereichern auf diese Weise das Leben anderer.
Beispiele für Urheberrechtsverletzungen
- Eine Videopräsentation mit urheberrechtlich geschütztem Filmmaterial, ohne dessen Quelle zu nennen.
- Musik, die auf einer Website ohne Lizenz oder die erforderlichen Genehmigungen abgespielt wird.
- Ein Unternehmensnewsletter, in dem die Rechteinhaber der Bilder nicht genannt werden.
- Das Übernehmen der AGB eines Unternehmens oder das Kopieren fremder Inhalte auf eine Website ohne Erlaubnis des Rechteinhabers.
- Das Verwenden von Hintergrundmusik in deinem Video, ohne eine Genehmigung einzuholen.
- Das Herunterladen von Filmen, Fernsehsendungen, eBooks, Musik oder Software von einer Website, die nicht dem Rechteinhaber gehört, oder ohne ihn dafür zu bezahlen.
So vermeidest du Urheberrechtsverletzungen
1. Sei vorsichtig, wenn du etwas aus dem Internet übernimmst
„Ich habe es online gefunden.“ ist keine Ausrede für eine Urheberrechtsverletzung. Alle Inhalte im Internet sind grundsätzlich urheberrechtlich geschützt, auch ohne ausdrückliches Copyright-Symbol. Ob in den USA, Großbritannien oder einem anderen Rechtsraum: Geh sicherheitshalber davon aus, dass alles urheberrechtlich geschützt ist, was nicht ausdrücklich als gemeinfrei oder unter einer Creative-Commons-Lizenz freigegeben wurde.
2. Sei besonders vorsichtig, wenn du fiktionale Werke auf Grundlage anderer Inhalte schreibst
Fiktive Figuren, Schauplätze und Handlungsstränge sind urheberrechtlich geschützt. Sei vorsichtig, wenn du Figuren zeichnest und dabei das Werk einer anderen Person kopierst. Typische Standardfiguren sind dagegen eine sichere Wahl, da sie weder markenrechtlich noch urheberrechtlich geschützt sind.
3. Sei vorsichtig, wenn du dich auf „Fair Use“ verlässt
„Fair Use“ soll sicherstellen, dass Urheberrechtsgesetze die Meinungsfreiheit nicht einschränken. Unter „Fair Use“ fallen unter anderem Forschung, Lehre, Kritik, Berichterstattung, nicht kommerzielle Nutzung und Kommentare. Frag nach, wenn du unsicher bist, um die Feinheiten von „Fair Use“ zu verstehen. Unwissenheit ist kein Freibrief, der dich vor Urheberrechtsverletzungen schützt.
4. Lies genau – und dann noch einmal
Lies immer die Nutzungsbedingungen, die kreativen Inhalten beiliegen, wenn du diese kopieren oder teilen möchtest. Du bist rechtlich für dein Handeln verantwortlich. Deshalb gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Urheberrechtsverletzungen können teuer werden und deinem Ruf schaden. Die heutige Technik macht es leicht, Originalinhalte anderer Menschen zu teilen. Damit du dir Sorgen und Ärger ersparst: Wenn du etwas brauchst, erstelle es selbst oder bezahle dafür.
