
Die besten Dateiformate zum Speichern digitaler Daten
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Digitale Daten haben die Darstellung und Speicherung von Informationen revolutioniert. Die meisten Menschen der Generation Z kennen analoge Daten wohl nur, wenn sie gezielt danach suchen. Seit den 80er-Jahren entwickelt sich die digitale Technik stetig weiter. Heute sind Cloud-Technologien, künstliche Intelligenz, Big Data und das Internet der Dinge die großen Schlagwörter. Aber kommen wir zurück zu den Grundlagen.
Was sind digitale Daten?
Digitale Daten speichern komplexe Text-, Audio- und Videoinformationen in einem binären System, also als Einsen und Nullen oder als An und Aus. Binäre Zeichen bilden eine Maschinensprache, die von verschiedenen Technologien interpretiert wird. Der größte Vorteil digitaler Daten ist, dass sie alle komplexen analogen Eingaben binär darstellen können. Dank digitaler Schnittstellen erschließen Behörden, Konzerne und Unternehmen neue Möglichkeiten der Datenerfassung und nutzen präzise Simulationen.
Digitale Daten erfassen Ereignisse aus der realen Welt, wandeln sie in digitale Form um und ermöglichen auch ihre Simulation für technische Anwendungen. So lässt sich etwa eine reale Landschaft ganz einfach in einem digitalen Bild festhalten. Die visuellen Daten werden in einer Bitmap oder einem Rasterbild gespeichert. Ebenso lassen sich Audiostreams in digitale Audioformate umwandeln.
Die Art der digitalen Inhalte bestimmt, welches Dateiformat zur Speicherung verwendet wird. Für unterschiedliche Inhalte gibt es eigene Dateiformate, die ihren Funktionen und Anforderungen gerecht werden. Die wichtigsten Inhaltsarten sind Texte, Bilder, Audio und Video. Hinzu kommen neue Dateistrukturen für 3D-Modelle, Programme und die Archivierung.
Worauf du bei der Wahl eines Dateiformats achten solltest
Veralten
Dateiformate entwickeln sich ständig weiter. Neue Formate und Versionen lösen ältere ab. Entwickler und Nutzer entdecken neue Funktionen, die in Dateiformate integriert werden müssen. Ein älteres Format wird daher unbrauchbar, wenn es nicht mehr mit aktueller Software kompatibel ist. Sowohl kommerzielle als auch Open-Source-Dateiformate können veralten. Anbieter können zudem das Veralten von Formaten gezielt vorantreiben, um Kunden zum Upgrade ihrer Produkte zu bewegen. Andererseits können Open-Source-Communitys die Unterstützung für ein Format einstellen, das in der Community nicht mehr genutzt wird.
Formatvielfalt
In einem Unternehmen kann dies eine größere Herausforderung sein als das Veralten von Formaten. Dateiformate sollten vereinheitlicht werden, damit alle Beteiligten dieselbe Version verwenden. Schließlich möchtest du nicht verschiedene Versionen von Bildformaten, PDFs oder Word-Dateien haben, für deren Anzeige und Bearbeitung unterschiedliche Anwendungen installiert werden müssen.
Sorge für eine Strategie zur digitalen Langzeitarchivierung, die sowohl das Veralten als auch die Formatvielfalt berücksichtigt. So behältst du den Überblick über alle Standarddateiformate, die Migration von Dateien und Formate, die für dein Unternehmen infrage kommen.
Dokumentationsstandards
Viele Unternehmen haben Vorgaben für die Veröffentlichung und Weitergabe ihrer Dokumente. Diese können sich an internationalen Standards, Herstellervorgaben oder den Anforderungen einer Nutzergemeinschaft orientieren. Verwende gut dokumentierte und breit unterstützte Dateiformate wie PDF oder DOCX. Bei weit verbreiteten Formaten stehen Nutzern mehr Supportmöglichkeiten zur Verfügung.
Offene und proprietäre Dateiformate
Offene Dateiformate sind vollständig dokumentiert und ohne urheberrechtliche Einschränkungen öffentlich nutzbar. Jeder darf ein Programm schreiben, das ein offenes Dateiformat lesen kann. Proprietäre Dateiformate sind dagegen entweder nicht dokumentiert oder zwar dokumentiert, unterliegen aber urheberrechtlichen Einschränkungen und sind durch Lizenzen, Patente oder andere geistige Eigentumsrechte geschützt.
Derzeit machen es die großen Anbieter proprietärer Formate (wie Microsoft Office) offenen Formaten schwer, aufzuholen. Ihre Formate sind sehr gut etabliert und öffentlich standardisiert und werden daher breit unterstützt.
Verlustfrei und verlustbehaftet
Bei verlustbehafteten Dateiformaten sinkt die Datenqualität durch die Komprimierung, während verlustfreie Formate die hohe Qualität bewahren. Dadurch sind verlustbehaftete Dateien kleiner als ihre verlustfreien Gegenstücke. Als Faustregel gilt: Verwende verlustfreie Formate zur Speicherung und zur Erstellung von Archivoriginalen, verlustbehaftete Formate dagegen zur Bereitstellung und für den einfachen Zugriff. Diese Regel eignet sich besonders gut für Standbilder und Digitalisierungsprojekte.
Empfohlene Dateiformate zum Speichern digitaler Daten
Dokumente
Microsoft Word-Dokumente (.doc/.docx) sind die etablierten Dateiformate für Daten, die noch bearbeitet werden müssen.
Für Texte, die nicht mehr geändert werden müssen, sind PDF-Dateien oder reine Textdateien (.txt) die bewährtesten offenen Formate.
Präsentationen
Microsoft PowerPoint-Dateien (.ppt/.pptx) sind der etablierte Standard. Wenn die Inhalte bereits endgültig feststehen, kannst du sie aber auch als PDF-Präsentationen speichern.
Tabellen
Microsoft Excel-Tabellen (.xls/.xlsx) eignen sich am besten zur Speicherung.
Audiodateien
FLAC ist ein etabliertes, verlustfreies Format für neue Audioinhalte, die später möglicherweise noch bearbeitet werden.
MP3 ist das etablierteste verlustbehaftete Format für die Bereitstellung und für Dateien, deren Inhalt bereits endgültig feststeht.
Videodateien
MP4 ist in der Regel die beste Wahl zum Speichern von Videodateien.
Bilder
SVG eignet sich am besten für Vektorgrafiken. Für alles andere ist PNG die beste Wahl.
Komprimierungsformate
ZIP ist das etablierteste Dateiformat für Archivierung und Komprimierung. 7Z folgt dicht dahinter.
